Bandscheibenvorfall
verursacht neben starken Schmerzen oft neurologische Ausfälle wie Sensibilitätsstörungen oder Lähmungen
Bandscheibe
Ohne Bandscheiben wäre unsere Wirbelsäule nur ein starrer, unbeweglicher Knochen. Sie liegen als Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern und bestehen aus einem Faserring, der einen weichen Kern umschließt.
Verschleiß
In jungen Jahren ist die Bandscheibe so stark belastbar, dass selbst schwere Unfälle eher zum Bruch des Wirbelkörpers als zum Zerreißen der Bandscheibe führen.
Altersbedingte biochemische Veränderungen trocknen die Bandscheiben aus, machen sie mürbe und brüchig.
Bandscheibenvorfall
Zum Bandscheibenvorfall kommt es meist plötzlich, oft ohne erkennbare äußere Ursache. Der Faserring reißt ein, der weiche Kern tritt in den Wirbelkanal aus, wo Nerven und Rückenmark unter Druck geraten.
Ein sehr heftiger Sofortschmerz ist die Folge, oft begleitet von ziehenden Schmerzen im Bein, unangenehmen Kribbeln, Taubheit der Zehen und manchmal Lähmung der Beinmuskulatur.
Konservative Therapie
Die meisten Bandscheibenvorfälle lassen sich mit körperlicher Schonung, Krankengymnastik und Medikamenten innerhalb weniger Wochen bessern. Bei etwa 10% der Fälle führt konservative Therapie leider nicht zum Erfolg.
Neurochirurgische Therapie
Nachdem die konservative Therapie durch Orthopäde und Hausarzt ausgeschöpft ist, gibt Ihnen die Mikrochirurgie eine gute Chance auf rasche Schmerzreduktion, Erholung neurologischer Ausfälle und vollständige Heilung.
Notfall
Bei sehr goßen Bandscheibenvorfällen, z.B. Massenvorfall, kann es zu Störungen der Kontrolle von Harnblase und Darm kommen.
Solche Symptome müssen sie umgehend in eine Klinik führen!